3D-Effekte

Mit einem speziellen, nahezu transparenten Tonern oder InkJet-Lacken, die als erhabene Schicht auf den Bedruckstoff aufgetragen wird, lässt sich eine Oberflächenveredelung erzielen, die weit über die taktilen Eigenschaften einer Lackierung hinausgeht.

> Kodak - Clear Dry Ink
> HP Indigo - Raised Print (Reliefdruck)
> HP Indigo - Hoch- oder Tiefprägung
> FKS/DUPLO DUSENSE DDC-810
> MGI digitale UV-Spotlackiersysteme „Jet Varnish“ (2D und 3D)
> Scodix SENSE

Kodak - Clear Dry Ink

Dimensional Printing
Kodak Dimensional Dry Ink (Quelle: Kodak)
Kodak Dimensional Dry Ink (Quelle: Kodak)
Mittels Dimensional Printing unter Einsatz der speziellen Dimensional Clear Dry Ink im fünften Druckwerk der Kodak NexPress Digitaldruckmaschinen lässt sich auch die Anmutung von strukturierten Bedruckstoffen nachempfinden. So kann digitaldrucktechnisch zum Beispiel die Oberflächenstruktur von Papier mit Leinenprägung nachgestellt werden. Es ist sogar möglich, selektiv verschiedene Texturen aufzubringen. Die Druckgeschwindigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Kodak nimmt als Beispiel für den 3D-Effekt das Bild einer Orange, das sich auch wie eine Orange anfühlt. Der Anwender kann gewisse Bildbereiche definieren, die erhaben oder mit unterschiedlichen Höhen versehen sein sollen. Selbstverständlich lässt sich die Dimensional Clear Dry Ink auch auf den ganzen Druckbogen auftragen. Durch die dreidimensionale Tiefe der gesamten Tonerschicht lassen sich verschiedene Oberflächenstrukturen nachahmen.
Bei diesem einzigartigen Verfahren, bei dem die spezielle Dimensional Clear Dry Ink zum Einsatz kommt, wird die Oberfläche des Druckmediums in einem einzigen Inline-Fertigungsprozess vollflächig oder partiell mit einer fühlbaren Struktur versehen. Dabei können die Texturen selektiv unterschiedlich umgesetzt werden, ohne dass die Druckgeschwindigkeit beeinflusst wird.
Bei der digitalen Inline-Texturierung entsteht durch die Fixierung eine klare Schicht, die sowohl visuell als auch haptisch wahrnehmbar ist. Es können Strukturen erzeugt werden, die entweder partiell auf bestimmte Elemente oder auf den gesamten Print aufgebracht werden können.
Wie man die Effekte dann letztendlich im Grafikprogramm tatsächlich anlegt, hängt von der gewünschten Struktur ab. Sollen lediglich einzelne Elemente hervorgehoben werden, lassen sich die Strukturen auch manuell erzeugen. Kodak hat dafür einen ausführlichen „Leitfaden für die Dateivorbereitung und kreative Bearbeitung“ erstellt, der genaue Anleitungen sowie eine Fülle von Tipps für die Aufbereitung von Dateien für Dimensional Printing in Programmen wie Adobe Illustrator oder Adobe Photoshop enthält. Dieser Leitfaden kann hier direkt von der Kodak Website heruntergeladen werden.
Die maximale Schichtdicke beträgt 28 Mikrometer. Der Bedruckstoff sollte daher eine sehr ebene, glatte Oberfläche aufweisen. Empfohlen wird glänzend gestrichenes oder matt gestrichenes Papier.

HP Indigo - Raised Print (Reliefdruck)

Raised Print ist eine variable Lackierung. Mittels transparenter Druckfarbe wird als fünfte Separation ein Muster auf den Bedruckstoff aufgebraucht. Die Höhe des Reliefs kann in drei Stufen durch die Anzahl der Farbschichten gewählt werden: 15, 30 oder 50 Farbschichten sind möglich.
Dadurch baut sich die Lackschicht zu einem 3-dimensionalen "Relief" auf und wird entsprechend der Farbschichten mehr oder weniger haitisch.
Raised Print ist nur in der Maschinenklasse 7600 möglich)

HP Indigo - Hoch- oder Tiefprägung

Auf einem speziellen Impression Paper des Gegendruckzylinders wird mit gelber Druckfarbe in 250 Schichten eine Prägeform erstellt. Danach werden die vorgedruckten Bögen erneut durch das Druckwerk geleitet, dabei entsteht die Prägung.
Raised Print ist nur in der Maschinenklasse 7600 möglich)

Die Anmutung von strukturierten Papieren und anderen Oberflächentexturen kann digital imitiert werden. Das stellt zum Beispiel für die One-to-One-Kommunikation oder die Produktion von anderen digital produzierten Drucksachen eine echte Veredelungsalternative dar. So lassen sich beispielsweise viele Oberflächenstrukturen der abgebildeten Motive realistisch nachempfinden.

Relieflacke

Außergewöhnlich haptische Relieflacke lassen sich in der Regel nur über Offline-Prozesse übertragen. Hier hat die Digitaldruckveredelung auch einiges zu bieten:

UV-Spotlackiersystem FKS/DUPLO DUSENSE DDC-810

Die Technik:
Bestimmte Bereiche, die durch UV-Lack parziell hervorgehoben werden, setzen optische Highlights, die stilvoll aussehen und die Sinne nicht nur visuell, sondern auch haptisch ansprechen. Mit dem UV-Spotlackiersystem FKS/Duplo DuSense DDC-810 ist das partielle Lackieren von Druck-Erzeugnissen wie Visitenkarten, Postkarten, Einladungen, Direktmailings und Broschüren möglich, wodurch echte haptische Erlebnisse geschafft werden. Die DuSense ist eine kompakte Lösung, die mit 600 x 600 dpi Inkjet-Technologie und UV-Härtung arbeitet und ein Kamera-System einsetzt, um den Lack und seine Textur präzise und registergenau auf definierte Bereiche der Druckbogen aufzubringen. Ausgestattet mit dem Duplo Feeder-System, können maximale Papierformate von 360 x 740 mm und bis zu 450 g/m² dicke Papiere beziehungsweise Kartons verarbeitet werden.

Technologie:
Die Jobs werden in wenigen einfachen Schritten angelegt. Für den UV-Layer ist lediglich eine Lackform als PDF- oder TIFF-Datei notwendig, die in den Controller der DuSense geladen wird. Die hier angelegten Flächen werden via Inkjet-Druckköpfen als UV-Lack auf den zu veredelnden Bogen aufgetragen und ausgehärtet. Die DDC-810 verarbeitet bis zu 36 Seiten pro Minute in Briefgröße und bis zu 21 Bogen im vollen Format.


Systeme:
FKS/Duplo DuSense DDC-810 (Bogen bis 360 x 740 mm)

Beispiele (Duplo DuSense DDC-810)

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MGI-Lackveredelung


MGI digitale UV-Spotlackiersysteme „Jet Varnish“ (2D und 3D)

Der französische Hersteller von digitalen Druck-, Veredelungs- und Weiterverarbeitungssystemen MGI bietet mit den Jet Varnish-Systemen eine hochinteressante technologische Lösung für das Spotlackieren in 2d oder 3D auf eine Vielzahl von Substraten und digitalen/konventionellen Vordrucken. Dabei kommen natürlich alle Vorteile der digitalen Technologie zum Tragen: Schnelle Jobwechsel, ab Auflage 1, keine (Präge-)Werkzeugkosten, keine Wartezeit, für Individualisierungen/Personalisierungen geeignet, …

Die Technik:
Die Jet Varnish-Systeme sind Inkjet-basierende digitale UV-Lackiersysteme. Durch 2 separate Lackkreisläufe können sowohl flache Spotlackierungen (2D) bis 3µ Schichtdicke, als auch haptische 3D-Relieflackierungen bis 200µ Schichtdicke erzeugt werden. Der Grammaturspielraum reicht von 130-610 g/qm auf gestrichenen oder laminierten Materialien sowie Kunststoffen etc.. Je nach System sind Bogenformate von A4 bis 75x120cm veredelbar.
Die Systeme arbeiten mit einer nutzerfreundlichen Benutzeroberfläche mit Touchscreen, welche den Workflow der Verarbeitung, den Lackverbrauch, optische und haptische Anpassungen uvw. Einfach zugänglich macht. Neben dem eigentlichen Lackbild werden auch die 4C-Informationen des Druckbildes an das System gesendet. Mit einem Scanner nach der Zufuhr der bedruckten Bogen aus der Anlage wird das Druckbild ausgelesen und das Lackbild on-the-fly an mögliche Verzerrungen oder auch Materialschrumpfungen angepasst. So wird eine 100%ige Passung erreicht ohne die Notwendigkeit von Passer- oder Positionierungsmarken.
Das Lackbild selbst kann mit feinsten Linien und Grafiken versehen sein – deutlich feiner als es im konventionellen Siebdruckverfahren möglich wäre. Außerdem ist eine Schichtdickenvariation innerhalb eines Druckbildes möglich. D.h. dass 50µ hohe Strukturen direkt neben 100µ hohen Schichtdicken liegen können. Durch die optimierte UV-Trocknung im System ist ein extrem flankensteiles und hochglänzendes haptisches Ergebnis möglich.

Technologie:
1. Die bedruckten Bogen (aus allen möglichen Druckverfahren) werden in das System eingelegt.
2. Per Drop-on-Demand Inkjet wird der UV-Lack passgenau zum Druckbild aufgebracht.
3. Nur wenige Millisekunden nach dem Auftreffen des Lacks auf den Bogen wird dieser angehärtet, damit ein sofortiges „freezen“ der Lackstruktur gewährleistet wird bevor schließlich der gesamte Bogen vollständig UV-getrocknet wird.
4. Optional: Kann mit einem angeschlossenen iFOIL-Modul von MGI (siehe „Metalleffekte“) noch eine Heißfolie auf die Lackstrukturen aufgebracht werden.
5. Nach der Auslage der Bogen können diese direkt weiterverarbeitet werden.

Anmutung/Anwendung:
Die veredelten Bögen sind dem der klassischen UV-Spotlackierung sehr ähnlich. Die Schichtdickenhöhe bis 200µ ist jedoch auch im Siebdruckverfahren nur sehr schwer zu erzeugen. In jedem Fall bietet die digitale UV-Spotlackierlösung in 3D eine wesentlich höhere Detailgenauigkeit und Möglichkeit für filigrane Layoutelemente als jede konventionelle Herstellung.
Durch die kostengünstige digitale Herstellung ab kleinster Auflage („1“) eignet sich dieses Veredelungsverfahren der Firma MGI besonders gut für Vorabauflagen, Kleinauflagen, Personalisierungen, Versionierungen, Nummerierungen von:
  • Flyer und Broschüren
  • Visitenkarten
  • Grußkarten/Trauerkarten/Glückwunschkarten
  • Mock-ups und Dummy-Produkte z.B., von Verpackungen für z.B. Kosmetik
  • Magazine
  • Etiketten und Labels (z.B., Wein, Spirituosen)
  • Braille-Anwendungen (Blindenschrift)

Systeme:
Jet Varnish 3D (Bogen bis Format 52x102cm)
Jet Varnish 3DW (Endlos-Produktion)
Jet Varnish 3D Evolution (Bogen bis Format 75x120cm)

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MGI-Lackveredelung

Scodix SENSE

Die Scodix (Offline-)Veredelungstechnik bringt buchstäblich eine neue multisensorische und haptische Dimension in die Printkommunikation. Die aufgetragene Schichtdicke ist dabei mit dem klassischen Siebdruck vergleichbar. Die reliefartigen Strukturen stechen durch ihre Brillanz ins Auge und erzeugen eine höchst angenehme und einzigartige Haptik. Dabei kann die Form und teilweise Höhe der aufzubringenden Elemente präzise festgelegt werden.

Scodix SENSE ist eine komplett digitale Produktionstechnik und eignet sich hervorragend in der Kombination mit VDP (variablen Daten) und Individualisierung.
Mit hervorragender Qualität und absoluter Passergenauigkeit bietet Scodix SENSE Hochglanzveredelung, beidseitige Veredelung und dreidimensionale Effekte mit unterschiedlicher Ausprägung (Dicke und Textur). Das Ergebnis ist eine neue und nie dagewesene Dimension der Druckveredelung. Durch das patentierte Inline-Camera-System wird eine außergewöhnliche Passergenauigkeit erreicht. Das Ergebnis sind absolute Premiumprodukte mit außergewöhnlicher Multisensorik. Somit eignen sich die Veredelungstechniken nicht nur für Digitaldrucke, sondern auch für klassische Akzidenzen in Kleinauflagen und Großformate bis 70x50cm als Bogenware.

Substrate / Bedruckstoffe
Die Maschine kann Substrate mit einem Flächengewicht von 150 bis 600 g/qm und einer maximalen Stärke von 700 Micron verarbeiten.

Lens Effects
Polysense (das aufgetragene Polymer) erbringt 99 Gloss Units (GU).

Weitere Scodix-Veredelungen
Je nach Ausstattung verfügen Scodix-Anlagen über Optionen wie die Scodix-Rainbow-Unit (eine spezielle Station um Glitter aufzutragen), einen Modus für Braille-Schrift oder VDP-Funktion (Personalisierung der Lackierung).

Beispiele (Scodix)

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